24. Mai 2017

Rund um die Katze – Hilfsmittel gegen Zecken!

Hey ihr Lieben,

wir alle wissen wie eigensinnig unsere Fellnasen sind. Sie kommen und gehen wann es ihnen beliebt und so ist es vor allem bei den Freigängern. Sie streifen durch die Gebüsche, klettern auf Bäume, schleichen durchs Gras und genau dort lauern sie, die Zecken, grad im Frühling und im Sommer sind sie im Vormarsch. Jeder der Freigänger hat, kommt früher oder später mit den lästigen Blutsaugern in Kontakt und sei es nur, weil mein aus versehen eine vollgesaugte und abgefallene Zecke zertrampelt. Keine sehr leckere Angelegenheit und leider bringt dieses blöde Spinnentier, denn genau zu dieses Gattung gehören die Zecken, einige Gefahren mit sich.

Wer jetzt aber denkt, ich habe doch gar keinen Freigänger, meine gehen doch auf den Balkon, der hat weit gefehlt. Auch dort lauern oft diese Tierchen, gerade wenn der Balkon nicht all zu hoch ist, in einen schönen Garten oder Park mit viel Grün zeigt oder eine wunderschöne Efeuranke die Hauswand verziert. Klar, es ist seltener, aber es kommt vor. Diese Erfahrung musste ich leider letztes Jahr machen, als auf einmal zwei meiner vier Miezen, eine Zecke am Hals hatten. Also was tun gegen diese Biester?

Erst einmal gilt, Katzen werden zwar sehr selten durch Zecken übertragbaren Erregern, die Krankheiten auslösen können. Es kann aber trotzdem vorkommen, insbesondere bei alten oder anderweitig immungeschwächten Katzen.

Immer zur Stelle, wenn es Leckerlis gibt oder die Sonne scheint!

Immer zur Stelle, wenn es Leckerlis gibt oder die Sonne scheint!

Chemiekeulen

Spot-on-Präparate

Die wohl am Häufigsten empfohlenen Mittel sind die Spot-on-Präparate. Sie sind ja auch ganz praktisch, man träufelt der Miez ein bisschen was in den Nacken und prompt ist der Liebling geschützt. Was viele aber nicht wissen ist, dass diese Substanz in den meisten Fällen ein Nervengift ist, das in den Organismus der Katze gelangt, gerade beim Ablecken! Viele Katzen reagieren auf das Zeug allergisch, oder es wird zu viel Präparat verwendet, grad weil Frauchen/Herrchen denkt „viel hilft viel“. Daran kann eure Katze sterben und zwar elendig!

Solltet ihr euch dennoch dafür entscheiden so tropft es wenigstens NICHT direkt zwischen die Schulterblätter, wie es bei den meisten Anleitungen beschrieben wird, so kann es nämlich wunderbar ins Rückenmark eindringen. Gebt es lieber etwas seitlicher auf die Schulterblätter und bitte auch nur genau nach Beschreibung und Gewicht! Das man dieses Präparat auch nur für die Katze verwendet, wenn Katze draufsteht, versteht sich von selbst!

Zeckenhalsbänder

Ich wollte es kurz aufführen, da ich aber, dank einigen Gruppen mit eindeutigen Bildern, kein Fan mehr von Halsbändern bin, ist auch ein Zeckenhalsband nichts was man einer Katze anlegt! Schon gar nicht wenn man sie nicht beobachten kann. Wer mein Bedenken nicht versteht, der soll mal kurz „Katzenhalsband Gefahr“ in die Googlebildersuche eingeben. Wer dann immer noch Fragen hat, kann sich gern an mich wenden. Ich stehe gern mit Rat und Tat zur Seite.

Die Katzen einer Freundin chillen auf dem Balkon. Auch hier kann es Zecken geben!

Die Katzen einer Freundin chillen auf dem Balkon. Auch hier kann es Zecken geben!

Alternative – Natürliche Mittel

Bierhefe Tabletten/Flocken

Nachweislich lassen sich Zecken mit Bierhefe abschrecken. Bierhefe gibt es in Tabletten und Flockenform und sind reich an Vitamin B, was den schönen Nebeneffekt hat, dass es das Fell der Mieze und die Krallen richtig schön macht. Überdosieren könnt ihr das nicht. Gebt eurem Liebling einfach ein bis zwei Tabletten am Tag oder mischt einen Teelöffel pro Katze unter das Futter. Keine Angst, so gut wie alle Katzen lieben Bierhefe und so könnt ihr sie auch täglich einfach als Leckerli verwenden.

Die regelmässige Einnahme von Bierhefe verändert das Hautmilieu, das mag die Zecke dann gar nicht und beißt erst gar nicht zu.

Kokosöl

Auch bei den Katzen ist das Kokosöl ein absolutes Wundermittel. Es hilft nicht nur gegen Zecken, nein auch gegen Milben und Flöhe. Wenn die Katze es durch die Fellpflege ableckt wirkt es auch noch gegen Würmer. Wie bei der Bierhefe könnt ihr auch das Kokosöl nicht überdosieren, jedoch darf das Fell nicht triefen. Am besten ihr nehmt eine Messerspitze des harten Öls und verteilt es mit einer weichen Bürste im Fell der Katze, oder ihr nehmt etwas davon in die Handinnenfläche, lasst es schmelzen. Dann streichelt ihr eure Mieze ausgiebig und verteilt das Öl so im Fell.

Wehe du schreibst keine Leckerlies auf den Einkaufszettel, Herrchen!

Wehe du schreibst keine Leckerlies auf den Einkaufszettel, Herrchen!

Man liest auch viel von ätherischen Ölen wie Teebaum oder Schwarzkümmel, aber auch von Knoblauch und Bernsteinketten. All diese Dinge sind zwar (bis auf die Bernsteinkette) hilfreich gegen Zecken, aber auch giftig für die Katze. Wenn ihr also eine lebendige und quietschfidele Mieze haben wollt, dann lasst bitte die Finger davon!

Ich bin bis jetzt am Besten mit Kokosöl und Bierhefeflocken gefahren. Kokosöl habe ich sowieso immer zuhause, da ich es selbst für meine Haut verwende und die Bierhefeflocken habe ich damals als Appetitanreger für meine Xena gekauft. Als ich dann die erste Zecke auf dem Balkon gefunden habe, habe ich es nicht nur ab und an verwendet sondern fast täglich. Siehe da, keine der Miezen hatte je wieder eine Zecke oder Flöhe und die Wurmkur habe ich mir dank des Kokosöls auch gespart.

Zu spät – Die Zecke hat zugebissen…

Es gilt: „KEINE PANIK!“ Wie oben schon erwähnt ist es sehr sehr selten, dass Katzen durch die Erreger erkranken. Doch wie bekomme ich das Ding am besten aus meiner Katze?

Es kursiert ein Video in Facebook, was hierzu die Anwendung von einem Tropfen Pfefferminzöl empfiehlt. LASST das bitte. Denn abgesehen davon, wie oben schon beschrieben, dass ätherische Öle giftig sind, finder die Zecke das Pfefferminzöl wortwörtlich zum kotzen! Sie entleert so ihren kompletten Mageninhalt mit allen Erregern in die Haut deiner Katze.

Am einfachsten ist es mit einer Zeckenzange, Zeckenkarte oder einer Pinzette. Damit greift ihr die Zecke ganz unten, direkt über der Haut und zieht sie vorsichtig nach oben. Haltet die Haut so auf Spannung, die Zecke merkt dann, dass etwas nicht stimmt und lässt los. Dies kann aber bis zu einer halben Minute dauern. Wichtig ist nur, dass ihr die Zecke komplett entfernt und der Kopf nicht zurück in eurer Katze bleibt.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Zecken bei euren Fellnasen gemacht?

 

Eine in Berlin lebende Vollblutfränkin - Gesundheits- und Krankenpflegerin - eine totaler Nerd - sechsfache Katzenmama und seit 2012 der Kosmetikwelt verfallen

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